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Sudetendeutscher Volkstanzkreis

Lauf‑Eckental und Umgebung e. V.

Wappen von Lauf, Eckental und der Sudetendeutschen
Tänze & Trachten

Vom Böhmerwald bis Ostpreußen

Unsere Tänze

Getanzt wird, was Freude macht: der „Böhmerwaldlandler“, der „Sauerländer Vier“, das allseits beliebte „Schoi lustigh“ und viele weitere Tänze aus dem Böhmerwald und dem Egerland, dazu Tänze aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen. Wir interessieren uns aber auch für Tänze aus dem gesamten deutschen Sprachraum und aus anderen Ländern – Vorkenntnisse braucht bei uns niemand.

Keine Kostüme, sondern Trachten

Anders als manche Gruppen tragen wir keine „Einheitstrachten“: Unsere Trachten sind individuell, unterscheiden sich voneinander – und genau das macht sie so schön. Die meisten von uns tragen Egerländer Trachten, manche sogar noch im Original. Die „Batzlas-Strümpfe“ werden für jeden von uns extra handgefertigt; ganz wichtig ist auch das weiße Taschentuch an der Schürze. Zur Egerländer Stadttracht gehören bestickte Blusenärmel-Abschlüsse, die „Muadln“ oder „Gnawrik“ genannt werden. Allen gemeinsam ist der „Huasnoantoutara“ – die Brosche am Hals bzw. am „Gschirr“ der Männer.

Ein Teil unserer Tänzerinnen trägt nordböhmische Trachten aus dem Riesen- und Isergebirge. Andere tragen die Unterländer (Karlsbader) Tracht, bei der nur edle Materialien verarbeitet werden: Ein Kettengeschnür hält das Mieder, auf den Schultern liegt ein Seidentuch. Eines unserer Paare trägt Trachten aus dem Braunauer Ländchen – mit kunstvoll besticktem Häubchen bei den Frauen und schwarzem Filzhut bei den Männern.

Die Stickereien auf den Miedern – jeweils auf der Rückseite und alle unterschiedlich, gemeinsam ist ihnen das Motiv des Lebensbaumes – sind wohl mit das Schönste, was wir haben. Die Männer tragen zur schwarzen Stoffhose Hemden mit Stehkragen, darüber ein gebundenes Dreieckstuch; verheiratete Männer tragen dazu das „Vetternkappl“. Der ganze Stolz sind die Hosenträger, das „Gschirr“. Zur ostpreußischen Tracht der Männer gehört eine einfarbige blaue Weste. So vielfältig wie unsere Trachten ist auch unser Verein – für uns ein Zeichen von Vielfalt, nicht von Uniform.